“How lucky I am to have something that makes saying goodbye so hard.”

Zitat: Winnie the Pooh

Das fasst so ziemlich das zusammen was ich denken und fühlen möchte nach dem gestrigen Tag. Tatsache ist allerdings: Leere im Kopf, ein Knoten im Hals und immer wieder Tränen die über das Gesicht laufen ohne dass ich es merke. Das Herz ist schwer und schmerzt. Ich kann das Geschehene nicht begreifen.

Fakt ist aber: Sie ist weg 😦  . Von jetzt auf gleich.

Mit was fange ich an … mit eigentlich und dann folgt tatsächlich.

Eigentlich wollte ich den gestrigen 9-monatigen Geburtstag von Lotta mit den Hunden „feiern“ . Ein paar nette Suchspiele veranstalten und uns so in den Abend treiben lassen.

Tatsächlich brach alles über mir zusammen nach der Arbeit. Von der Ankunft zu Hause (11:55 Uhr)  hat es keine 30 Minuten gedauert und ich hielt meinen toten Hund im Arm. Was war? Ein  geplatzter Tumor im Bauchraum oder ein  geplatztes Aneurysma. Der Bauchraum war voll mit Blut und trotz Atmung ist sie quasi erstickt.

Aber nochmal 30 Minuten zurück: Ich kam die Wohnungstür herein und Cora saß im Körbchen. Extremst hechelnd mit weit aufgerissenen Augen. Sie versuchte zu gehen und fiel um. Neben ihr sitzend dachte ich spontan an einen Schlaganfall. OK, ab zum Tierarzt, checken lassen und dann wackeln wir wieder gemütlich nach Hause. Leider nicht. Innerhalb von Sekunden ging es ihr merklich schlechter, die Atmung wurde flacher, die Zunge hell rosa, kalt und lasch, das Zahnfleisch erblasste und nach einem Anruf beim Tierarzt trug ich sie ins Auto und fuhr los. Eine Untersuchung offenbarte dann die Diagnose. Für eine eventuelle Bluttransfusion war der Weg in die Tierklinik zu weit. Die Fahrt hätte Cora nicht überlebt. Sie wäre erstickt.

Um 12:15 Uhr ist die Familienentscheidung per Telefon gefallen: Wir lassen Cora gehen, erlösen sie. Zunge und Zahnfleisch wurden blasser, die Atmung immer flacher, die Augen reagierten nicht mehr. Sie liegt nur auf der Seite und atmet flach und langsam. Das Leben schwindet. Der Tierarzt hat schon die Spritze in der Hand und dann innerhalb von Sekunden war alles vorbei…

Irgendwann kam mein Mann und wir packten unsere Cora ins Auto. Ab nach Hause, durchatmen und versuchen zu begreifen was passiert war. Die nächsten 4 Stunden gehören uns alleine mit Cora. Auch Lena, Max und Lotta begreifen, dass eine Ära zu Ende gegangen ist und bleiben bei ihr. Gegen Abend haben wir sie dann gemeinsam zum Bestatter gebracht. Ein letzte leises „mach es gut mein Lockenmädchen“ und das war es …

Eine Futterschüssel zuviel in der Küche, eine Leine und ein Halsband leer an der Garderobe, ein Körbchen unbenutzt. Wir alle müssen uns sortieren und finden. Wir müssen begreifen, dass es kein „später“ oder „machen wir in der Zukunft“ mehr mit Cora gibt.