Hunde Costa viel! Sehr viel sogar!


Die spaßigen/niedlichen Listen mit: „Was kostet ein Hund“ kennt ihr bestimmt alle: Anschaffung, Futter und so. Gefolgt von Reparaturkosten für Auto und Umgebung, Anschaffung Schafe, Reisemobil und so weiter bis hin zum Aussiedlerhof.

In jedem Aussie-Forum in fast jeder Hunde-FB-Gruppe ploppt immer mal wieder die Frage auf: Hilfe, brauche ich für meinen Hund eine OP-Versicherung? Oder gar eine Krankenversicherung? Ganz einfach: Die Antwort kann jeder nur für sich selbst beantworten. Eine Frage und man erhält von 30 Leuten 50 Meinungen.
Der „Versicherungsverweigerer“ sagt nein, alles gut. Einige legen monatlich den Betrag „x“ zurück, andere hoffen auf ihr Glück und ein ausreichendes Finanzpolster falls doch mal was passiert. Dann gibt es noch die, die von jemandem gehört haben der gesagt bekommen hat, dass die Versicherungen so viele Ausnahmeregelungen haben, dass die eh nie was zahlen.

Der „Versicherungsfan“ schließt ab, zahlt monatlich und hofft trotzdem, dass nie was passiert. Hierzu gehören wir:  Wir wollten nicht monatlich pro Hund einen Betrag auf ein Hundesparbuch packen für den Fall der Fälle; wir vertrauten 2005 unserem Versicherungsvertreter und schlossen die erste Hunde-OP-Versicherung ab. Mit dem 2. Hund die zweite Versicherung und so weiter.

Um es nun nach gut 12 Jahren kurz auf den Punkt zu bringen: Für uns haben sich die OP-Versicherungen  „gelohnt“ .  Die Versicherung hat uns mehr erstattet, als wir an Versicherungsprämien gezahlt haben.

Ausführlicher betrachtet waren bei allen 3 Hunden die ersten Jahre ein „Gewinngeschäft“ für die Versicherung. Hätten wir da das Geld auf einem Sparbuch gehabt, ich weiß nicht, ob wir dann als junge Familie bei einer größeren Anschaffung nicht doch mal einen Geldbetrag dort abgezwackt hätten. Wir zahlten jährlich die Versicherungsprämien und die Hunde freuten sich (bis auf einen Ausrutscher) bester Gesundheit die keiner OP bedurften. Ab einem gewissen Alter kamen dann auch die Zipperlein. Mal eine Umfangsvermehrung hier, eine Zyste dort, mal ein sehr unschöner Zahn bis hin zum beidseitigen Kreuzbandriss und Meniskusentfernung. Im Hundealter von 8 bis 10 Jahren (innerhalb von 5 Kalenderjahren)  haben wir bei 3 Hunden insgesamt knapp 7.000 € OP-Kosten gehabt. Insgesamt sind wir bei über 7.500 € in 12 Kalenderjahren.

Bei Rechnungserhalt in der Tierklinik schaut man sich die Gesamtsumme der Rechnung an und dann die einzelnen Posten und ist oft erschrocken wie sich doch alles so schnell addiert. Entbehrlich ist allerings kaum etwas. Untersuchung, Monitoring, Labordiagnostik möchte ich neben der eigentlichen OP genauso wenig missen wie  Verbandsmaterial, Injektionen und Infusionen.

Kurz und knapp zusammengefasst zahlt die Versicherung:

  • die Untersuchung mit Feststellung der Diagnose plus notwendige Medikamente vor der OP
  • die OP nebst Medikamenten, Blutbefunden, Röntgenbildern
  • Folgeuntersuchungen bis zum 14. Tag nach der OP

Nicht erstattet wird die Zahnsteinentfernung.


Wieso ich darauf komme diesen Beitrag zu schreiben?

2018-06-20 17.09.57Darum:
Max hat vor einer Woche seinen P4 gespalten. In der Narkose am Montag wurde festgestellt, dass auch der andere P4 marode ist und raus muss. Über den kleinen I1 der auch raus musste reden wir schon gar nicht mehr . Montag und Dienstag war alles gut und am Mittwoch lief Blut aus seinem Maul. Die Fäden hingen halblose und die Wunden waren entzündet.

In der 2. OP wurde wieder genäht und der Hund prima versorgt. Kosten innerhalb einer Woche von mehr als 770 €.
Somit sorgen wir uns mal wieder um den lieben Hund und nicht um das Geld.

 


 

Mit Lotta haben wir vor 2 Jahren ein neues Projekt gestartet: Kranken und OP Versicherung. Was da meine „Statistik“ sagt wird sich in 8-10 Jahren zeigen 😉 .

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