… oder auch was ich nicht weiß macht mich nicht heiß.

Tja, da isse nun, die Wahrheit. Die böse ungefragte Wahrheit.

Also, Lenas Laborbefund war positiv nichtssagend, die Zyste an der Rute hatte nix schlimmes in sich.

Heute war dann nun der erwartete Herzultraschalltermin. Wie immer im freudigen Rentertrab ist Lena durch die Praxis, Nase neugierig in alle offene Behandlungszimmer rein; Schwänzchen glücklich oben und die Augen strahlen! Endlich wieder ungeteilte Aufmerksamkeit für sie von ganz vielen Menschen. So liebt sie es. Lena ist dann auch begeistert mit zum Röntgen um noch 2 Aufnahmen von Herz/Lunge (von der Seite und von oben) zu machen. Die waren dann auch ruck zuck digital beim Klinikchef auf dem PC. Er schaute, nickte und die ersten Worte waren zustimmend. Dann veränderte sich der Blick, er wurde ernster, ein oha kam über die Lippen und schon drehte sich der Monitor in meine Richtung: „Da, das große Graue: das sollte da nicht in diesem Umfang sein!“ – „Oh – okay… . Was ist das?“ Da sollte nichts sein, meinte der Chef. Wenn überhaupt nur ein kleiner Zipfel der Milz! – Also bitte noch ein Röntgenbild.

Das weitere Röntgenbild machte es nicht wirklich besser. Im Gegenteil. Leber und Milz viel zu groß. Mehr als doppelt so groß wie normal.

Aber nun zurück zum Herzen unseres Herzchens ❤ :
Eine kleine feine Sommerrasur, zwei „Klemmen“ an den Hund, Gleitgel auf den Ultraschallkopf und los ging es. Herzchen vermessen, Vorkammern und was es sonst noch so alles gibt: Bingo-Bongo, keine Aussetzer, Ticks oder sonstwas! Einzige Diagnose: Das Len ist zu entspannt… Liegt auf dem Behandlungstisch während der Untersuchung und hat eine Herzfrequenz von 50 Schlägen pro Minute. Das ist „normal“ beim schlafen. Auch gut. So kennen und lieben wir sie, den grundentspannten Hund.

Dann ging der Schallkopf weiter Richtung Leber/Milz. Mhhhh, wo fängt die Milz an, wo hört die Leber auf. Sehr schwer zu erkennen, aber immerhin, beide Organe sind gleichmäßig groß und „ohne bösen Anzeichen“ auf dem Ultraschall. Okay. Jetzt kommt es dann auf ein Blutbild auch nicht mehr an. Bitte einmal großes Blutbild, in 40 min sehen wir weiter. Lena liegt auf dem Tisch, hält ihre Pfote hin und schaut entspannt zu, wie die Röhrchen gefüllt werden. Ich muss jetzt erstmal raus ins Auto. Ne Runde heulen.

Das Ergebnis zeigt: Im Blut alles so weit im Lot, ein-zwei Werte sind leicht erhöht, aber alles im Lot.

Der Doc sagt nun: alles ist möglich!

  • OP mit Entfernung der Milz, halbierung der Leber,
  • nur die Milz entfernen, die Leber punktieren,
  • keine OP wegen den Risiken.

Jetzt zum nächsten Problem: der Zahn! Nunja, schön isser nicht, aber auch nicht akut wirklich schlimm. Die Pulpa ist nicht offen; die abgesplitterte Stelle ist braun. Also hier keine Gefahr in Verzug.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Ich habe mein Lenchen nach dem begleichen der Rechnung wieder fein mit nach Hause genommen. Ich beobachte den schlimmen Zahn; wir vermeiden beim hochheben sinnlosen Druck auf den Bauch und genießen das Leben. Ja, auch die gutartigen Tumore können „umschlagen“, können platzen ABER Lena ist fit, glücklich und zufrieden. Es weiß keiner wie lange schon die Organe am wachsen sind und aktuell zeigen weder Ultraschall noch Blut böse Anzeichen. Kopf hoch und Nase in den Wind und Kuschelstunden auf dem Sofa!  So tüddeln wir nun durch den Winter ❤ . Am 30.12.18 feiern wir ihren 138 monatigen Geburtstag (11,5 Jahre) und machen einfach aufmerksam weiter wie bisher. Und wir freuen uns einfach über jeden Tag an dem ihr Herzchen weiter mit 50 Schlägen die Minute munter vor sich hin tackert <3.

2018-11-26 20.55.49

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